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Feierliche Einweihung des HLRN-III Hochleistungsrechners in Hannover

Die niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Frau Dr. Gabriele Heinen-Kljajic, eröffnet am 16. Januar 2014 offiziell den Betrieb des HLRN-III in Hannover. Zeitgleich geht auch das Berliner Pendant am Konrad Zuse Institut in Berlin-Dahlem an den Start.

Am RRZN der Leibniz Universität Hannover und am Konrad Zuse Institut Berlin ist die erste Stufe der dritten Generation des HLRN-Hochleistungs­rechners offiziell in Betrieb gegangen. Wie in Berlin stehen dem HLRN-Verbund in Hannover nun vier Cray XC30 Cabinets, die über das Cray-eigene Aries-Netzwerk miteinander verbunden sind, zur Verfügung. Das MPP-System mit einer Peak Performance von 329 TeraFlop/s besteht aus 17.856 Kernen in 744 Knoten mit je 2 x 12 Kern-Intel-Ivy-Bridge-Prozessoren und 64 GByte RAM. Das Arbeitsverzeichnis unter Lustre ist 1,4 PB groß. Zusätzlich wurde am Standort Hannover ein SMP-System aus 32 Knoten Intel-Sandy-Bridge-Prozessoren mit je 32 Kernen, 256 GByte RAM und 12 TB lokalem Festplattenspeicher installiert, welches besonders für speicherhungrige Anwendungen, z.B. aus der Chemie, geeignet ist. Für den HLRN-III wurde in Hannover ein modernes Kühlsystem installiert, das nahezu ganzjährig mit freier Kühlung und somit sehr sparsam betrieben werden kann. Eine dynamische, unterbrechungsfreie Stromversorgung sichert das System gegen Stromausfälle bis zu einer Dauer von 20 Stunden ab. Verglichen mit seinem Vorgänger ist der HLRN-III in der ersten Ausbaustufe mehr als doppelt so schnell bei etwa halbem Energiebedarf. Für Ende 2014 ist die zweite Ausbaustufe mit einer Verzehnfachung der Anwendungsleistung geplant.

Der HLRN-III hat so viel Rechenkapazität und so viel Hauptspeicher wie etwa 25.000 moderne PCs. Im Gegensatz zu 25.000 PCs können jedoch die 85.000 Rechenkerne und 222 TB Hauptspeicher des HLRN-III im Endausbau gleichzeitig gemeinsam für ein großes Rechenprogramm eingesetzt werden, während die 25.000 PCs jeweils nur Speicher und CPUs für viel kleinere Rechenprobleme bieten. Wenn man die Rechnerleistung eines aktuellen PCs mit der Geschwindigkeit einer Schnecke gleichsetzt, entspricht die Rechengeschwindigkeit des HLRN-III etwa der eines Gepards mit 100km/h.

Berichte zur Einweihungsfeier in den Medien:

Weitere Informationen zum HLRN: